Sicher im russischen Regen

Zink-Spray aus Münster schützt Tribüne bei der WM

In der letzten Woche ist die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland gestartet. Vier Wochen lang kämpfen 32 Teams in zwölf Stadien um den größten Titel im Weltfußball.

Das Münsteraner Unternehmen Weicon ist dann ebenfalls mit von der Partie; wenn auch nur indirekt. Im WM-Stadion in Jekaterinburg schützt eine spezielle Metallbeschichtung des Familienunternehmens die wohl außergewöhnlichste Konstruktion der Weltmeisterschaft.

Jekaterinburg-Arena

Bilder des mit einer Kapazität von 35.696 Zuschauern zweitkleinsten WM-Stadions in Jekaterinburg gingen bereits um die Welt.

Das liegt an einer Besonderheit der Arena: Für das Turnier wurde sie mit zwei temporären Stahlrohrtribünen ausgestattet, die sich außerhalb des Stadions befinden. Die Tribünen ragen weit aus dem eigentlichen Bauwerk heraus und liegen unter freiem Himmel. Damit sind sie natürlich auch den Witterungseinflüssen schutzlos ausgesetzt.

Korrosionsschutz aus Münster

Hier kam Weicon aus Münster ins Spiel. Um das Metallgerüst der Tribüne zu schützen, wurde die Rohrkonstruktion mit Zink-Spray, einem speziellen Korrosionsschutz, beschichtet.

Vitali Walter, Leiter des internationalen Vertriebs bei Weicon, war im April noch in Jekaterinburg, um sich vor Ort ein Bild von der Konstruktion zu machen. 

„Es ist für uns schon etwas ganz besonderes, dass unsere Produkte hier im Stadion zum Einsatz kommen und einen kleinen Teil dazu beitragen, dass die WM reibungslos über die Bühne geht“, so Walter bei der Besichtigung der Spielstätte.

Gruppengegner der Deutschen im Stadion

Insgesamt vier Gruppenspiele werden in Jekaterinburg ausgetragen. Unter anderem findet hier am 27. Juni die

Begegnung zwischen Mexiko und Schweden statt, die auch auf die DFB-Elf treffen werden.

Nach dem Turnier wird die Kapazität des Stadions für die Nutzung durch den ortsansässigen Verein Ural Oblast Swerdlowsk wieder zurückgebaut.

„Wir freuen uns sehr, dass unser Spray den hohen Anforderungen der Architekten entsprochen hat und die Tribüne in Jekaterinburg vor der Witterung schützt. Es ist nur ein wenig schade, dass alles in rund fünf Wochen wieder vorbei ist und die außergewöhnliche Konstruktion wieder abgebaut wird“, so Weicon-Geschäftsführer Ralph Weidling.

Jekaterinburg

Jekaterinburg ist eine wichtige Industrie- und Universitätsstadt an der geographischen Grenze zwischen Europa und Asien am Fuße des Uralgebirges.

Die Stadt hat rund 1,4 Millionen Einwohner. Damit ist Jekaterinburg nach Moskau, Sankt Petersburg und Nowosibirsk die viertgrößte Stadt in Russland.

 


367 Worte
61 Zeilen
2600 Zeichen (inkl. Leerzeichen)

 

icon_pdf58c7c2df01683

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.