Skip to main content Skip to search Skip to main navigation
adhesive, caulk, sealant, caulk tube, construction

Den passenden Klebstoff sicher auswählen – nach Material, Anwendung und Belastung

Wer den richtigen Klebstoff finden möchte, sollte nicht zuerst nach dem Produktnamen suchen, sondern nach der Anforderung. Denn ein Klebstoff passt dann, wenn er zu den Materialien, zur Beanspruchung und zur Verarbeitungssituation passt. Ob Metall, Kunststoff, Holz, Glas, Keramik oder Gummi, für eine belastbare Verklebung sind immer dieselben Fragen entscheidend:


box, thermal, frozen, packaging, illustration


• Welche Materialien sollen verbunden werden? 

• Wie groß ist die Klebefläche und wie breit ist der Spalt? 

• Welche Kräfte wirken später auf die Verbindung? 

• Wie schnell muss der Klebstoff fixieren oder aushärten? 

• Welche Temperatur- und Umwelteinflüsse treten auf?  


Wer diese Punkte systematisch prüft, kommt deutlich schneller zum passenden Klebstoff.

Warum Kleben in vielen Anwendungen eine sehr gute Lösung ist

Kleben ist in vielen Bereichen mehr als nur eine Alternative zu Schrauben, Nieten oder Schweißen. Richtig eingesetzt, ermöglicht die Klebtechnik belastbare, saubere und materialschonende Verbindungen. Gerade wenn unterschiedliche Werkstoffe verbunden oder Bauteile funktional und optisch hochwertig gefügt werden sollen, bietet das Kleben viele Vorteile.

ProSeal_1

1. Vielfalt

Kleben ermöglicht das Verbinden der unterschiedlichsten Materialien – egal ob Metall, Kunststoff, Holz, Glas, Keramik oder Papier – und das sowohl mit- als auch untereinander.

2. Gewicht

Klebstoff ist im Gegensatz zu beispielsweise Schrauben sehr leicht. Bei der Verwendung von Klebstoffen kann also einiges an Gewicht eingespart werden.

3. Materialschonung

Beim Kleben wird die Oberfläche weder verändert noch verformt – anders, als es zum Beispiel durch die hohe Temperaturbelastung beim Schweißen der Fall wäre.

4. Optik

Es empfiehlt sich auch aus optischen Gründen die Verwendung von Klebstoffen. Besonders transparente Klebstoffe sorgen dafür, dass eine Verbindung gar nicht erst auffällt.

4. Belastung

Durchs Kleben kann man eine gleichmäßigere Kräfteübertragung erreichen. Beim Nieten oder Schrauben kommt es zu einer Punktbelastung.

6. Dichtung

Ein toller Nebeneffekt einiger Klebstoffe ist die dämpfende und dichtende Wirkung.

7. Dosierung

Klebstoffe lassen sich gut dosieren und gezielt verarbeiten. Manchmal reichen schon wenige Tropfen für enorm starke Verbindungen.

8. Equipment

Eine Verklebung kann fast immer und überall durchgeführt werden. Es werden dafür keine Maschinen oder teures Werkzeug benötigt.

9. Reparatur

Besonders beim Thema Nachhaltigkeit sind Klebstoffe eine gute Unterstützung, denn sie helfen dabei Dinge zu reparieren, anstatt sie zu entsorgen.

9. Kosten

Durch den geringen Materialverbrauch, die schnelle Anwendung und den Nachhaltigkeitsaspekt lassen sich mit Hilfe von Klebstoffen Zeit und Geld sparen.

Den richtigen Klebstoff finden:
Die 5 wichtigsten Auswahlkriterien

hammer, claw hammer, metal, tool, hand tool

1. Welche Materialien sollen verklebt werden?

Die Materialart ist der erste und wichtigste Schritt bei der Klebstoffauswahl. Nicht jeder Klebstoff haftet auf jeder Oberfläche gleich gut. Typische Fragen: 

 Soll Metall mit Metall verklebt werden?

• Geht es um Kunststoff mit Kunststoff?

• Müssen unterschiedliche Materialien wie Metall und Gummi verbunden werden?

• Handelt es sich um schwer verklebbare Kunststoffe wie PE, PP oder PTFE

Wichtig: Besonders bei Kunststoffen entscheidet oft nicht nur die Materialgruppe, sondern auch die Oberflächenenergie. Einige Kunststoffe lassen sich sehr gut kleben, andere nur mit speziell abgestimmten Systemen oder nach Vorbehandlung. 

Merksatz: Je genauer das Material bekannt ist, desto einfacher ist die Wahl des geeigneten Klebstoffs.

puzzle, blocks, logo, blue, PA PP

1. Welche Materialien sollen verklebt werden?

Die Materialart ist der erste und wichtigste Schritt bei der Klebstoffauswahl. Nicht jeder Klebstoff haftet auf jeder Oberfläche gleich gut. Typische Fragen: 

 Soll Metall mit Metall verklebt werden?

• Geht es um Kunststoff mit Kunststoff?

• Müssen unterschiedliche Materialien wie Metall und Gummi verbunden werden?

• Handelt es sich um schwer verklebbare Kunststoffe wie PE, PP oder PTFE

Wichtig: Besonders bei Kunststoffen entscheidet oft nicht nur die Materialgruppe, sondern auch die Oberflächenenergie. Einige Kunststoffe lassen sich sehr gut kleben, andere nur mit speziell abgestimmten Systemen oder nach Vorbehandlung. 

Merksatz: Je genauer das Material bekannt ist, desto einfacher ist die Wahl des geeigneten Klebstoffs.

staple box, box, drawn icon, blue outline, storage

2. Wie groß sind Klebfläche und Spalt?

Nicht jede Verklebung ist eine flächige Verbindung. Manchmal liegen die Teile passgenau aufeinander, manchmal müssen Unebenheiten oder ein Spalt ausgeglichen werden. Darauf kommt es an: Kleine, passgenaue Klebestellen brauchen oft andere Klebstoffe als größere Flächen, unebene Oberflächen oder spaltfüllende Anwendungen. 

Grundsätzlich gilt:

• Für sehr dünne Klebefugen eignen sich häufig niedrigviskose Klebstoffe.

• Für unebene Bauteile oder größere Spalte werden eher pastöse oder spaltfüllende Klebstoffe benötigt. 

Praxisnutzen: Wer Spalt und Fläche richtig bewertet, vermeidet typische Probleme wie unvollständige Benetzung, zu geringe Festigkeit oder unnötig hohen Materialverbrauch.

hammer, tool, hammering, hand tool, blue

3. Welche Belastung muss die Verklebung aushalten?

Die richtige Klebstoffwahl hängt stark davon ab, wie die Verbindung später beansprucht wird. Wichtige Belastungsarten sind:
• Zug
• Scherung 
• Schlag- und Stoßbelastung
• Vibrationen
• Schälbelastung
• dauerhafte oder wechselnde Last 

Zusätzlich sollte geklärt werden, ob die Verbindung:
starr oder eher flexibel sein soll,
• eine hohe Endfestigkeit braucht,
• oder eher dämpfend und bewegungsausgleichend wirken muss. 

Faustregel: Eine gute Verklebung ist nicht nur stark, sondern passend zur tatsächlichen Belastung ausgelegt.

weather icon, rain cloud, sun behind cloud, drizzle, blue line drawing

4. Welche Temperatur- und Umwelteinflüsse wirken ein?

Ein Klebstoff funktioniert nur dauerhaft gut, wenn er auch zur Einsatzumgebung passt. Relevante Einflüsse sind zum Beispiel:
• Kälte oder Hitze
• Feuchtigkeit
• Wasser
• UV-Strahlung
• Chemikalien
• Öle
• Reinigungsmittel
• Außenbewitterung 

Gerade in Werkstatt, Montage, Instandhaltung und Industrie ist dieser Punkt entscheidend. Eine Verklebung kann im Innenraum zuverlässig funktionieren, im Außenbereich oder bei Medienkontakt aber ganz andere Anforderungen haben. Deshalb wichtig: Der richtige Klebstoff ist immer auch der richtige Klebstoff für die Umgebung.

stopwatch, timer, clock, blue, icon

5. Wie viel Zeit steht für Verarbeitung und Aushärtung zur Verfügung?

In vielen Anwendungen entscheidet nicht nur die spätere Festigkeit, sondern auch die Verarbeitungszeit. Zu beachten sind:
• Wie schnell müssen die Bauteile fixiert werden?
• Muss genug Zeit zum Positionieren bleiben?
• Ist eine schnelle Handfestigkeit wichtig?
• Wann darf das Bauteil wieder belastet werden? 

Je nach Anwendung kann eine sehr kurze Reaktionszeit ideal sein – oder problematisch, wenn Teile noch ausgerichtet werden müssen.

Wichtig für die Praxis: Der beste Klebstoff nützt wenig, wenn seine Verarbeitungszeit nicht zum Arbeitsablauf passt.

Die WEICON Checkliste:
So wählen Sie systematisch aus

Vor jeder Verklebung sollten diese Fragen beantwortet werden:
• Welche Materialien sollen verbunden werden?
• Wie groß ist die Klebefläche?
• Gibt es einen Klebespalt oder müssen Unebenheiten ausgeglichen werden?
• Welche Kräfte wirken später auf die Verbindung?
• Soll die Verbindung starr oder flexibel sein?
• Welche Temperaturen treten auf?
• Gibt es Feuchtigkeit, Wasser, UV-Strahlung oder Chemikalien?
• Wie schnell muss der Klebstoff fixieren und aushärten?
• Ist die Anwendung eher Montage, Reparatur oder Serienprozess?
• Muss die Verbindung zusätzlich abdichten oder Schwingungen dämpfen? 

Diese Checkliste hilft dabei, die Auswahl einzugrenzen und Fehlentscheidungen zu vermeiden.

So unterstützt WEICON bei der Auswahl

Der passende Klebstoff lässt sich am besten finden, wenn Anwendung und Anforderungen klar beschrieben sind. Dabei unterstützt WEICON mit:
• dem Klebstoff-Finder
• technischer Beratung
• praxisnahen Informationen rund ums Kleben
• passenden Lösungen für Reparatur, Montage und industrielle Anwendungen

Jetzt Beratung anfragen

Häufig gestellte Fragen

Welcher Klebstoff ist der richtige?

Der richtige Klebstoff ist der, der zur Materialkombination, zur Belastung, zur Umgebung und zur Verarbeitungszeit passt. Es gibt keinen universell besten Klebstoff für alle Anwendungen.

Was ist bei der Klebstoffauswahl am wichtigsten?

Am wichtigsten sind Material, Belastung, Spalt, Umwelteinflüsse und Zeit für Verarbeitung und Aushärtung.

Kann man unterschiedliche Materialien miteinander verkleben?

Ja, viele Klebstoffe eignen sich für Verbindungen aus unterschiedlichen Werkstoffen. Entscheidend ist, dass der Klebstoff zur konkreten Materialkombination passt.

Warum hält ein Klebstoff manchmal nicht richtig?

Häufige Ursachen sind ein ungeeigneter Klebstoff, verschmutzte Oberflächen, falsches Spaltmaß oder nicht berücksichtigte Belastungen und Umwelteinflüsse.

Wie bekomme ich schneller die passende Empfehlung?

Am schnellsten geht es, wenn die Anwendung systematisch beschrieben wird: Material, Fläche, Spalt, Belastung, Temperatur und Umgebung.

Welcher Klebstoff eignet sich für meine Anwendung?

Der passende Klebstoff hängt immer von mehreren Faktoren ab: den zu verklebenden Materialien, der Größe der Klebefläche, möglichen Spalten, der späteren Belastung sowie Temperatur- und Umwelteinflüssen. Deshalb sollte die Auswahl nicht nur nach dem Werkstoff, sondern immer nach der gesamten Anwendung erfolgen.

Kann ich einen Klebstoff für verschiedene Materialien verwenden?

Ja, viele Klebstoffe eignen sich für die Verklebung unterschiedlicher Materialien. Entscheidend ist jedoch, dass der Klebstoff nicht nur auf beiden Oberflächen haftet, sondern auch zur Belastung, zum Spaltmaß und zu den Umgebungsbedingungen passt. Deshalb sollte immer die gesamte Anwendung betrachtet werden, nicht nur die Materialkombination.